Werkstoffe für Leistungselektronik

Ferrite für Solid State Transformer

Verluste, thermisches Verhalten und Baugröße entscheiden über jedes SST-Design. Wir entwickeln Ferritmaterialien, die genau diese drei Punkte adressieren – von der ersten Machbarkeitsstudie bis zur Serienanwendung.

Eckdaten übermitteln Materialdatenblätter

Großvolumige KerneLeistungsgrenzen durchbrechen
40 JahreErfahrung mit Passiven
Muster bis SerieBegleitung im Projekt

Wo klassische Transformatoren an Grenzen stoßen

Solid State Transformer (SST) werden überall dort interessant, wo klassische 50/60-Hz-Transformatoren an Grenzen stoßen – etwa bei hohen Leistungsdichten, dynamischen Lasten oder begrenztem Bauraum. SST-Konzepte kombinieren Leistungselektronik mit hochfrequenten magnetischen Komponenten und schaffen so neue Freiheitsgrade im Systemdesign.

Die magnetischen Werkstoffe bestimmen dabei maßgeblich Verluste, Baugröße und thermisches Verhalten. Blinzinger Elektronik entwickelt Ferritmaterialien, die gezielt auf die Anforderungen moderner SST-Topologien ausgelegt sind.

Sie arbeiten an einem konkreten SST-Design?

Übermitteln Sie uns Ihre Eckdaten – Leistung, Frequenz, Topologie – und wir stimmen geeignete Ferritmaterialien und Kerngeometrien darauf ab.

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Hintergrund der Transformatorenentwicklung

Freigestellter Ferrit-E-Kern im Grossformat mit zwei Nuten und drei Schenkeln

Klassische Transformatoren sind robust und bewährt, stoßen jedoch bei Baugröße, Gewicht und Regelbarkeit an Grenzen. Mit steigenden Anforderungen durch dezentrale Energieerzeugung, Elektromobilität und DC-basierte Netze rückt die leistungselektronische Spannungswandlung stärker in den Fokus.

SST arbeiten typischerweise im kHz-Bereich. Dadurch lassen sich Transformatoren deutlich kompakter auslegen – vorausgesetzt, die eingesetzten Magnetwerkstoffe behalten Frequenzen und Verluste im Griff. Die Auswahl des Ferrits wird damit zum zentralen Designparameter.

Definition

Was ein Solid State Transformer ist

Ein Solid State Transformer ist ein System aus Leistungselektronik, Regelung und Hochfrequenztransformator. Die Spannungswandlung erfolgt über mehrere Stufen – AC/DC, DC/DC, DC/AC. Zusätzliche Funktionen wie Spannungsregelung, Blindleistungsmanagement oder galvanische Trennung können integriert werden.

Der Hochfrequenztransformator im DC/DC-Zweig bestimmt Wirkungsgrad, Leistungsdichte und thermische Auslegung maßgeblich. Seine Eigenschaften hängen direkt vom verwendeten Ferritmaterial ab.

Übersicht der Standardformen von Blinzinger Ferritkernen: Ringkerne, U-, E-, ETD-, RM- und P-Kerne in verschiedenen Baugrößen
Ferritplatten, Bloecke, Quader und Stege in unterschiedlichen Grossformaten aus Blinzinger Ferritwerkstoffen

Innovationen im Transformatorenbau

Schnelle Halbleiter fordern die Magnetik

Halbleiter auf Basis von SiC und GaN ermöglichen höhere Schaltfrequenzen und steilere Flanken. Das reduziert die Größe passiver Bauteile, stellt aber höhere Anforderungen an die magnetischen Komponenten.

Mit steigender Frequenz nehmen Kernverluste typischerweise zu. Ohne geeignete Ferrite wird der Effizienzgewinn der schnellen Halbleiter durch thermische Probleme und zusätzliche Kühlaufwände schnell relativiert.

Vorteile der Solid State Transformer

Freigestellter Ferrit-Mehrschenkelkern als Plattenkern mit vier Schenkeln

SST bieten vor allem systemische Vorteile:

  • höhere Leistungsdichte durch Hochfrequenzbetrieb
  • flexible Regelung von Spannung und Leistung
  • bidirektionaler Energiefluss
  • Integration zusätzlicher Netzfunktionen

Diese Vorteile lassen sich nur dann vollständig nutzen, wenn magnetische Verluste beherrschbar bleiben und die Bauteile thermisch stabil arbeiten.

Blinzinger Elektronik Ferrite

Drei Eigenschaften, auf die es in SST ankommt

Geringe Kernverluste im kHz-Bereich

Weniger Verlustleistung im Kern – und damit unmittelbar weniger Kühlaufwand im System.

Stabile Permeabilität

Über einen breiten Temperaturbereich berechenbar – besser beherrschbare Temperaturen.

Ausreichende Sättigungsflussdichte

Zusätzliche Freiheitsgrade bei der Wahl der Schaltfrequenz und kompaktere Designs.

Einordnung gegenüber Standard-Ferriten

Standard-Ferrite sind häufig für klassische Anwendungen wie kleinere Netzteile optimiert. In SST-Anwendungen zeigen sich dann typische Grenzen. Blinzinger Elektronik Ferrite verschieben den nutzbaren Arbeitsbereich zu höheren Frequenzen und Temperaturen.

Vergleich von Standard-Ferriten und Blinzinger Elektronik Ferriten in SST-Anwendungen
Kriterium Standard-Ferrit Blinzinger Elektronik
Verluste bei höheren Frequenzen steigen deutlich an Arbeitsbereich zu höheren Frequenzen verschoben
Temperaturverhalten empfindlich bei Änderungen stabile Permeabilität über breiten Bereich
Leistungsdichte begrenzt ausgelegt für kompakte Designs
Auslegung bei engem Thermalbudget aufwendig erleichtert, auch bei hohen Leistungen

Technisches Gespräch gewünscht?

Wenn Sie konkrete Verlustvorgaben oder Temperaturgrenzen haben, prüfen wir gemeinsam, welche Materialien diese Randbedingungen sinnvoll abdecken.

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Anwendungen

Blinzinger Ferrite im Solid State Transformer

Leistungssteigerung

Der Kernverlust ist ein wesentlicher Anteil der Gesamtverluste eines SST. Eine Reduzierung wirkt sich direkt auf Wirkungsgrad, Kühlaufwand und Bauraum aus.

Wird der Kernverlust bei gegebener Frequenz gesenkt, kann entweder die Effizienz erhöht oder die Frequenz weiter angehoben werden. Höhere Frequenzen ermöglichen kleinere Transformatoren und damit kompaktere Systeme.

Integration in moderne Energieverteilungssysteme

In typischen SST-Topologien müssen magnetische Komponenten reproduzierbar und gut berechenbar sein. Unsere Ferrite fügen sich in vorhandene Design- und Simulationsprozesse ein:

  • vorhersagbares Verlustverhalten
  • Materialdaten für Simulation und Auslegung
  • Verfügbarkeit gängiger Kerngeometrien

Damit lassen sich Iterationen im Prototypenbau reduzieren und die Time-to-Market verkürzen.

Elektrofahrzeug an einer Schnellladesäule Ladeinfrastruktur
Batteriespeicher mit Photovoltaikanlage im Hintergrund Erneuerbare Energien & DC-Netze
Elektrisch betriebener Personenzug auf freier Strecke Bahn & Industrie

Nächster Schritt

Fordern Sie Materialdatenblätter oder Muster für Ihre Evaluationsaufbauten an – so verifizieren Sie das Verhalten im eigenen Testaufbau.

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Ausblick

Zukünftige Entwicklungen und Trends

Mit steigenden Schaltfrequenzen und Leistungsdichten steigen auch die Anforderungen an die Werkstoffe. Entwicklungsaktivitäten zielen unter anderem auf eine weitere Reduktion frequenzabhängiger Kernverluste, verbesserte Temperaturstabilität und optimierte Werkstoffe für spezifische Topologien und Leistungsbereiche. Auch hybride Ansätze mit unterschiedlichen Magnetwerkstoffen rücken in den Fokus, um materialseitig zusätzliche Freiheitsgrade zu schaffen.

SST werden zunehmend als Teil komplexer Energiesysteme betrachtet. Entsprechend wichtig ist das Zusammenspiel aller Komponenten – von Halbleitern über Ferrite bis zur Regelung. Der Ferrit ist dabei kein isoliertes Detail, sondern beeinflusst Regelverhalten, Kühlung und mechanisches Design. Eine frühzeitige Materialauswahl im Projekt reduziert spätere Anpassungen.

Zusammenfassung der Vorteile

Für die Auslegung von Solid State Transformern sind vor allem drei Punkte entscheidend: Verluste, thermisches Verhalten und Baugröße. Blinzinger Elektronik Ferrite adressieren genau diese Aspekte und bieten eine fundierte Basis für effiziente Hochfrequenztransformatoren. Der konkrete Nutzen zeigt sich in stabileren Betriebsbedingungen, reduzierten Kühlaufwänden und zusätzlichen Freiheitsgraden im Systemdesign.

Wer SST entwickelt, muss Material, Topologie und Halbleiter gemeinsam betrachten. Ferrite sind dabei ein zentraler Hebel für Effizienz und Leistungsdichte – nicht nur ein Randdetail.

Zwei Haende halten einen sehr grossen U-Kern aus Ferrit und zeigen damit dessen Baugroesse

Häufige Fragen

Warum sind Ferrite in SST so wichtig?

Sie bestimmen maßgeblich die Verluste und damit Effizienz, Kühlaufwand und Baugröße des Hochfrequenztransformators.

Was unterscheidet Blinzinger Elektronik Ferrite von Standardmaterialien?

Sie sind auf Hochfrequenz- und Leistungsanwendungen ausgelegt und zeigen dort ein günstigeres Verlust- und Temperaturverhalten.

Für welche Anwendungen ist das relevant?

Zum Beispiel für Ladeinfrastruktur, industrielle Stromversorgungen, DC-Netze und Anwendungen im Bereich erneuerbare Energien.

Verbessern bessere Ferrite automatisch das gesamte System?

Nicht automatisch. Sie schaffen bessere Voraussetzungen, müssen aber passend zur Topologie und Ansteuerung eingesetzt werden.

Lassen sich bestehende Designs einfach umstellen?

Das hängt vom Aufbau ab. In vielen Fällen ist eine Anpassung möglich, erfordert aber eine erneute Auslegung des magnetischen Designs.

Sprechen wir über Ihr SST-Projekt

Ob neues Projekt oder Optimierung eines bestehenden Designs: Wir besprechen geeignete Ferritmaterialien, Kernformen und Optimierungsansätze – und begleiten Sie auf Wunsch von der Materialauswahl über Prototypen bis zur Serienumsetzung.

Nennen Sie uns im Formular Leistung, Frequenz und Topologie Ihrer Anwendung – Sie erhalten von uns konkrete Vorschläge für Ferritmaterial und Kerngeometrie.

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